MAKE SCHWACHSINN GREAT AGAIN!

Liebe zero-Leser, Kipp-Punkte werden überschritten.
Korallenriffe sterben; mit ihnen Tausende Arten. Polkappen, Gletscher
und Permafrostböden schmelzen. Unwiederbringlich.
„Natur““katastrophen werden zum Alltag. Inselstaaten ersaufen im Meer, während der zweitgrößte Verursacher kurz vorm Abgrund
noch mal so richtig Gas gibt und den Ölkonzernen „“Drill, baby, drill!““ zukreischt. Das „1,5-Grad-Klimaziel““ (das Verheerung genug
anrichten würde) ist längst abgehakt. Man geht jetzt von 2,8 Grad aus, was Leben in der heute gewohnten Form unmöglich machte. Das auch
schon bislang nur zaghafte Gegensteuern wird („„Das gefährdet unseren Wohlstand!““) weitgehend eingestellt. Es geht mehr und mehr, auch auf der Weltklimakonferenz, um Anpassung an die „„Erwärmung““ (ein schönes, geradezu kuscheliges Wort, gerade jetzt im Herbst). Menschen, Tiere und Pflanzen sollen sich gefälligst nicht so anstellen und lieber lernen und Strategien entwickeln, mit Hitze, Hurrikans, Überschwemmungen und Dürren klarzukommen. Denn die Alternative wäre, das Goldene Kalb zu schlachten, unseren kleinen Häwelmann rauszuschmeißen, den Mehrmehrmehr-Fetischismus aufzugeben und sich ein neues System auszudenken, das nicht auf endlosem Wachsen und blutiger Rivalität basiert. Endloswachstum funktioniert nicht, gibt’s auf dem ganzen Planeten nicht – ausser vielleicht beim Krebs. Aber den Fetisch aufgeben? Eher gibt
Linus seine Schmusedecke her, und der Papst wird evangelisch. Jene, die bei uns als Elite gelten und uns regieren, machen sich lieber Gedanken, wie wir diesen Planeten noch gründlicher, noch effektiver, noch effizienter ausbeuten und zugrunde richten können, lassen allerorten gigantische, stromfressende Rechenzentren für „“Künstliche Intelligenz““ errichten, die zum Großteil verwendet wird, um „Natürliche Dummheit““ zu fördern und Grundschüler sowie solche, die es immer bleiben werden, zu Smartphone-Junkies zu machen.
Aber all das gilt als „“alternativlos““. Und ja, es wäre wirklich hochkompliziert, aus dem Wachstumsirrsinn auszuscheren, vielleicht müsste Elon Musk sogar auf Teile seiner Billion Dollar verzichten, vielleicht müssten die Geissens dieser Welt am Ende noch ihre Yacht und ihren Privatjet verschrotten. Unvorstellbar! Aber nur „“Die Bösen da oben““ wäre zu einfach. Auch „Wir Guten hier unten““, wenigstens jene von uns, denen es (trotz ständigen Gejammers) zumindest materiell prima geht, mögen auf keinen Millimeter „“Wohlstand““ verzichten, klammern sich mit Klauen und Zähnen an ihm fest. Auf ‘ne Kreuzfahrt oder Urlaubsflüge auf die Südlichen Hämmhorroiden verzichten? So weit kommt’s noch! Da fahren wir doch lieber in unserem schönen neuen SUV mit Vollgas gegen die Wand. Es fühlt sich so an, als säßen wir Kronen der Erschöpfung in einem riesigen Schlauchboot, das ein irreparables Loch hat. Wir hätten nur noch die Chance, an Land zu kommen, würfen wir Ballast ab. Und viele im Boot haben die Taschen voller Goldbarren. Aber die über Bord? Dann lieber untergehen.

Frohe Weihnachten, wünscht Ihnen, Euch und sich
Karl-Heinz Farni